Selbstbefriedigung ist schädlich

Stimmt nicht. Nach Ansicht vieler Märchenonkel ist nichts verwerflicher als Masturbation. Um jungen Männern die Freude am Solo-Sex zu rauben, erfanden Sie fiese Folgekrankheiten: Verblödung, Erblindung, Rückenmarksschwund usw. Aufgeklärte Menschen wissen heute, daß Selbstbefriedigung ein konventioneller Teil männlicher wie weiblicher Sexualität ist. Sie kann dazu dienen, den eigenen Körper kennenzulernen und sexuelle Interessen zu entdecken. Aber das ist noch nicht alles. Vor allem für Männer zwischen 20 und 30 ist das Onanieren von großer Bedeutung, da es vor allem in diesem Lebensabschnitt vor Prostatakrebs schützt. Eine Studie der australischen Krebsforschungseinrichtung The Cancer Council of Victoria ergab, daß das Prostatakrebs-Risiko um mehr als 30 Prozent sinkt, wenn Männer sich 5mal pro Woche selbst befriedigen. Haben sie seltener einen Samenerguß, können sich in der Vorsteherdrüse vermehrt Karzinogene sammeln. Diese krebserregenden Stoffe werden durch Ejakulationen abtransportiert – besser: herausgeschleudert. „Zudem trainiert Selbstbefriedigung die Schwellkörper, läßt den Testosteronspiegel steigen und sorgt für eine erhöhte Ausschüttung von Glückshormonen“, sagt Männerarzt Sommer.