Handystrahlen verursachen Krebs

Stimmt nicht. Mobiltelefone arbeiten mit ähnlichen elektro-magnetischen Frequenzen wie Mikrowellen-Küchengeräte. Das bedeutet, rein theoretisch könnte sich die Haut in Antennennähe erwärmen, Strahlenhitze Körperzellen schädigen. In der Tat können Sie vom Telefonieren heiße Ohren bekommen, doch das passiert auch bei konventionellen kabelgebundenen Telefonapparaten, und Krebsgefahr besteht dabei nicht. Das zeigen auch die Ergebnisse der (zum Teil von der Europäischen Union finanzierten) Interphone-Studie: Ob Sie Ihr Handy ausgiebig nutzen oder Mobiltelefone komplett aus Ihrem Leben verbannen, das Risiko, an einem Hirntumor zu erkranken, ist gleich hoch. „Voraussetzung ist natürlich, daß vorgegebene Grenzwerte für die Strahlenbelastung von Menschen eingehalten werden“, so Professor Achim Enders vom Institut für Elektromagnetische Verträglichkeit an der Technischen Universität Braunschweig. „Das ist aber bei allen heutigen Handys der Fall.“ Als Maß für Strahlenbelastung dient die Spezifische Absorptionsrate (SAR). Sie liegt bei allen Geräten unter dem von der Strahlenschutzkommission empfohlenen Grenzwert von 2 Watt pro Kilogramm (W/kg). Geräte mit weniger als 0,6 W/kg qualifizieren sich sogar für das Umweltsiegel Blauer Engel, das vom Bundesumweltministerium vergeben wird.