Ein Blick auf Leipzigs Stadtplan läßt eine Vielzahl grüner Flecken und Flächen entdecken. Insgesamt gelten etwa 16 Prozent des städtischen Territoriums als Grünfläche. Besonders auffällig ist das Grün, das sich inmitten der Stadt zu beiden Seiten von Elster und Pleiße erstreckt.

In Leipzigs Süden, hinter dem Connewitzer Streit- und Mühlholz, umgibt das Flußbett der Pleiße der über 40 Hektar große Wildpark. Hier werden unter naturnahen Bedingungen heimische Waldtiere gehalten, darunter Rot-, Schwarz-, Dam- und Rehwild ebenso Füchse, Marder und Waschbären. Leipzigs Stadtpark mißt 134 Hektar und umschließt die Galopprennbahn "Scheibenholz", seit 1867 eine der Turf-Adressen Deutschlands.

Von besonderem Reiz für die Sinne ist der am Stadtpark grenzende bis nach Markkleeberg reichende Auwald. Wirken doch an keinem Ort Leipzigs Sachsens Landesfarben so betörend wie im Auwald im Mai. Sinnfällig mischt sich hier ins üppige Grün des Mischwaldes das Weiß des Bärenlauch, jener Lauchart, die an den Uferzonen von Luppe und Elster ihren deftigen Duft verströmt.

Das Grün in der Region hat mit den Eingriffen in die Natur immer auch ab- bzw. zugenommen. Mit der Schließung ausgekohlter Braunkohletagebaue eröffneten sich für den Raum Leipzig Möglichkeiten für die stadtnahe Erholung oder die Schaffung von Feuchtbiotopen, um verdrängte Tier- und Pflanzenarten in ihrem früheren Lebensraum wieder anzusiedeln. Natur und Entspannung erleben Städter wie Stadtbesucher so an Leipzigs Bagger- und Auenseen, als deren attraktivster der Kulkwitzer See am westlichen Stadtrand gilt.