Geschichte der Oper Leipzig

1693  Erstes Leipziger Opernhaus unter Nikolaus Adam Strungk am Brühl eröffnet, nach Venedig und Hamburg drittes öffentliches Opernhaus. 
1701  Georg Philipp Telemann übernimmt die "Direction über die Opern". 
1720  Letzte Vorstellung im Opernhaus am Brühl; Holzbau wird abgerissen. 
1744  Gastspiele italienischer Operntruppen in wechselnden Spielstätten 
1752  Singspiel "Der Teufel ist los" bei der Kochschen Theatertruppe als Geburtsstunde des deutschen Singspiels 
1766  Eröffnung des Komödienhauses auf der Ranstädter Bastei, Aufführung von Singspielen des Komponisten und Gewandhauskapellmeisters Johann Adam Hiller, Entwicklung bis hin zur ,comischen Oper' "Die Jagd". 
1783  Bondinis Operntruppe führt Mozarts "Die Entführung aus dem Serail" ein reichliches Jahr nach der Wiener Uraufführung in Leipzig auf, später auch "Don Giovanni", "Die Hochzeit des Figaro", "Cosi fan tutte" und "Die Zauberflöte" - damit wurde der Grundstein für Leipzigs Mozart-Repertoire gelegt. 
1813-18  E.T.A. Hoffmann als Kapellmeister bei der Secondaschen Truppe angestellt 
1817  Umbau des Theaters auf der Ranstädter Bastei und Eröffnung als "Theater der Stadt Leipzig" mit einer durchgängigen Spielzeit, Pächter ist Karl Theodor Küstner, gespielt wird sowohl Schauspiel als auch Oper, Förderung der deutschen Oper, Werke von Louis Spohr und Carl Maria von Weber. 
1828  Uraufführung der Oper "Der Vampyr" von Heinrich Marschner 
1829  deutsche Erstaufführung des "Oberon" von Carl Maria von Weber 
1829-32  Der sächsische Hof übernimmt das Leipziger Stadttheater als "Sächsisches Hoftheater". 
1833  Das Leipziger Stadttheater wird wieder als Privatunternehmen geführt. 
  Albert Lortzing wirkt als Sänger und Schauspieler, Opernregisseur, Kapellmeister und Komponist, zahlreiche Uraufführungen seiner Werke finden in Leipzig statt. 
1837  Uraufführung von Lortzings "Zar und Zimmermann" 
1850  Uraufführung von Robert Schumanns "Genoveva" 
1853  "Tannhäuser" als erste Oper Richard Wagners in seiner Geburtsstadt 
1868  Eröffnung des Neuen Theaters am Augustusplatz unter städtischer Verwaltung, Architekt ist der Königlich-Preußische Oberbaurat Carl Ferdinand Langhaus. 
1876  August Förster übernimmt die Direktion am Augustusplatz, sein Operndirektor und Leiter der Administration ist Angelo Neumann. 
1878  Arthur Nikisch als Kapellmeister verpflichtet. 
  Erster Zyklus von Wagners "Ring des Nibelungen" außerhalb Bayreuths findet in Leipzig statt. 
1886-88  Gustav Mahler arbeitet als Opernkapellmeister in Leipzig. 
1912  Aufgabe des Pachtsystems; die Stadt Leipzig übernimmt die städtischen Theater in eigene Regie; erster Intendant wird Max Martersteig, Bedeutung erlangen vor allem die Mozart-Aufführungen von Ernst Lert. 
1924  Gustav Brecher wird zum Generalmusikdirektor ernannt, Walter Brügmann zum Operndirektor. 
1927  Uraufführung von "Jonny spielt auf" von Ernst Krenek 
1930  Uraufführung der Brecht-Weill-Oper "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" 
1938  Zyklus mit allen Bühnenwerken von Richard Wagner 
1943  Uraufführung der "Catulli Carmina" von Carl Orff 
  Zerstörung des Neuen und des Alten Theaters; Oper spielt in der Behelfsbühne "Drei Linden" 
1959-76  Joachim Herz Operndirektor in Leipzig 
1960  Eröffnung des Neuen Leipziger Opernhauses am Augustusplatz 
1973-76  "Der Ring des Nibelungen" unter Joachim Herz 
1989  Trennung des Verbundes der Leipziger Theater zunächst in vier eigenständige Theater (Opernhaus, Musikalische Komödie, Schauspielhaus, Theater der Jungen Welt) 
März 1990  Berufung des Dresdner Komponisten und Dirigenten Prof. Udo Zimmermann zum Intendanten der Oper Leipzig. Unter seiner Intendanz Vereinigung von Opernhaus und Musikalischer Komödie zur Oper Leipzig. Aufsehenerregender Spielplan zeitgenössischer Werke und Inszenierungen des klassischen Repertoires durch weltberühmte Künstler, Generalmusikdirektor Lothar Zagrosek. 
September 1990  Auftakt mit der Wiederaufführung von Ernst Kreneks "Jonny spielt auf" 
Oktober 1991  Premiere "Die Schöpfung"; Uwe Scholz Ballettdirektor und Chefchoreograph; Uraufführung "Matka" von Annette Schlünz im Kellertheater 
1992  Uraufführung "Bianca" von René Hirschfeld auf der Drehscheibe 
01.05.-03.07.1993  Festwochen "300 Jahre Leipziger Oper" Szenische Uraufführung "DIENSTAG" aus "LICHT" von Karlheinz Stockhausen 
1993  Uraufführung "Nachtwache" von Jörg Herchet 
  Ji í Kout Generalmusikdirektor 
17.03.-01.04.1995  "1. Festival des zeitgenössischen Musiktheaters" in Kooperation mit dem Dresdner Zentrum für zeitgenössische Musik 
1995-96  "Szenenwechsel - Das 20. Jahrhundert, Musik und Theater" in Kooperation mit dem Mitteldeutschen Rundfunk 
1996  Uraufführung "FREITAG" aus "LICHT" von Karlheinz Stockhausen 
1997  Uraufführung "Abraum" von Jörg Herchet 
1998  Uraufführung "Majakowskis Tod" von Dieter Schnebel 
2000  Uraufführung "Dmitris Krankheit" von Luca Lombardi 
01.08.2001  Henri Maier wird neuer Intendant der Oper Leipzig. 




Leipzig als Naturparadies
Partnerstädte