Im Jahr 1997 beging der Flughafen Leipzig / Halle seinen 70. Geburtstag. Tatsächlich war am Ostermontag des Jahres 1927 nach erstaunlich kurzer Bauzeit nördlich der Stadt Schkeuditz, auf etwa halbem Wege zwischen Leipzig und Halle gelegen, ein für seine Zeit hochmoderner Flugplatz in Betrieb gegangen.

Damit scheint die Flughafengeschichte einen klaren Startpunkt zu haben, und man wird eine ungebrochene stetige Entwicklung bis zu dem leistungsfähigen Flughafen unserer Tage vermuten. Die Geschichte der Luftfahrt an diesem Platz aber ist komplizierter: Das Auf und Ab der Entwicklung versteht sich nur im Kontext der wechselvollen deutschen Geschichte unseres Jahrhunderts. Zwei Weltkriege haben die Entwicklung der Flughäfen in und um Halle und Leipzig nachhaltig beeinflußt, genauso wie die politischen Spannungen der Weimarer Republik, die Kriegsvorbereitungen der Nationalsozialisten und die politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten der Nachkriegszeit.





  Luftschiffhalle in Leipzig-Mockau, 1913
  Flugzeughalle in Halle-Nietleben, 1925
  Flughafen Halle / Leipzig, 1938
  Flughafen Leipzig / Halle, 1997

Flughafen Leipzig-Mockau

Seit 1913; bis 1926 wichtigster Flugplatz für Leipzig, danach Nutzung für militärische Zwecke und Flugzeugbau; nach 1953 Messeflugplatz; 1956 bis 1972 Verkehrsflugplatz für Leipzig.





Flughafen Halle-Nietleben

Zwischen 1925 und 1927 Verkehrsflughafen für Halle.





Flughafen Schkeuditz

1927 als Großflughafen für Halle und Leipzig angelegt.