Riesenrötling / Závojenka olovová / Entoloma sinua

Große, robuste Art: Hut 5-17(-22) cm breit, in der Jugend weiß und zum Stiel angedrückt, dann konvex, mit breitem, abgerundetem Buckel, bei älteren Exemplaren ist der Hut unregelmäßig wellig und verbogen, trocken, kahl, hell grau-bräunlich, manchmal eingewachsen faserig. Lamellen mäßig dicht, zum Stiel ausgebuchtet und mit Zähnchen angewachsen, anfangs weiß, aber sehr bald hellgelblich, später fleischrötlich, bei reifen Exemplaren vom Sporenstaub fleischrosa verfärbt. Stiel 4-18 cm / 1,2-3 cm, weiß, längsfaserig, zylindrisch, aber oft verbogen, ohne Ring und ohne Scheide. Fleisch weiß, mehlartig riechend und schmeckend. - Vorkommen: Ende VIII-X, in wärmeren Eichen- oder Buchenwäldern in niederen Lagen, oft auf Kalk- oder Tonschieferboden. Stark giftig, aber gewöhnlich nicht tödlich.

Verwechslungsmöglichkeiten: Im Jugendstadium, wenn der Pilz noch ganz weiß ist, der Hutrand an den Stiel angedrückt ist, und der Stiel manchmal unten verdickt ist, kann er für einen Steinpilz angesehen werden (Steinpilze haben aber keine Lamellen, sondern Röhren, keinen Mehlgeruch etc.). Häufiger jedoch sind Verwechslungen mit dem Mairitterling oder mit dem Frühlingsrötling; beide diese Arten riechen und schmecken auch mehlartig, die letzte Art hat auch eine ähnliche Hutfarbe wie der Riesenrötling, aber beide eßbare Arten sind durch frühere Vorkommenszeit, andere Standorte etc. vom giftigen Riesenrötling unterscheidbar.