In der Wildnis stehen keine Wegweiser! Da mußt du als Abenteurer all die Tricks und Kniffe kennen, mit denen du immer auf dem richtigen Weg bleibst.
Du hast dich verirrt – und nun?
Du hast dich hoffnungslos verlaufen. Jetzt ist das oberste Gebot: Ruhe bewahren! Und zusehen, daß du möglichst schnell zu einer menschlichen Behausung kommst. Augen, Nase und Ohren helfen dir dabei!

Klettere auf einen Baum und sieh dich um. Von oben sieht man mehr!

 

Suche markante Punkte! Eine Burgruine etwa – findest du sie auf deiner Karte?

 

Hundegebell ist ein gutes Zeichen. Denn wo Hunde sind, sind auch Menschen.

 

Dasselbe gilt für Glockenläuten.

 

Kannst du Rauch riechen oder sehen? So gut wie sicher weist er auf Menschen hin.

 

Wenn du irgendwo in der Ferne das Brummen von Autos hörst, bist du schon so gut wie gerettet.

 

Kannst du das Meer riechen? Dann halte dich zunächst einmal in diese Richtung.

 

Im Dunkeln: Siehst du Lichter? Sie sind fast immer ein Zeichen für menschliche Ansiedlungen.

 

Das Rauschen eines Wasserfalls weist auf einen Bach hin. Bäche fließen ins Tal. Und in Tälern leben Menschen.

 

Geräusche von Rasenmähern, Motorsägen und ähnlichen Maschinen sagen dir: Es sind Menschen in der Nähe.

 

Wie weit ist es weg?
Entfernungen richtig zu schätzen kann für einen Abenteurer (über)lebenswichtig sein. Packst du es vor Sonnenuntergang noch zur Ruine auf der anderen Seite des Tales? Oder ist der Weg zu weit? Unsere Zeichnung gibt dir ein paar Anhaltspunkte zum sicheren Schätzen von Entfernungen im Gelände.

  • 60 m – Du erkennst die einzelnen Teile eines Gesichts, Augen, Mund usw.
  • 150 m – Du erkennst Augen als Strich.
  • 250 m – Du erkennst einzelne Dachziegel.
  • 750 m – Du erkennst einzelne Menschen.
  • 900 m – Die erkennst, wie sich Beine bewegen.
  • 1 km – Du erkennst einzelne Telefonmasten.
  • 1,5 km – Du erkennst Gruppen von Menschen.
  • 2 km – Du erkennst einzelne große Bäume.
  • 4 km – Du erkennst Schornsteine auf Häusern.
 

Profis packen's ohne Kompaß!
Wenn du dich in einem fremden Gelände mit Karte – und auch ohne Karte – zurechtfinden willst, mußt du erst einmal wissen, wo Norden und die anderen Himmelsrichtungen sind. Wenn du einen Kompaß hast – prima! Wenn nicht, kannst du dir auch anders helfen – so, wie wir es dir hier zeigen.

 

Der Trick mit dem Stock
Stecke einen Stock gerade in den Boden. Markiere das Ende seines Schattens mit einem Stein. Warte eine halbe Stunde. Markiere die Stelle, wo jetzt das Ende des Stockschattens ist. Die Linie zwischen den beiden Steinen verläuft genau in West-Ost-Richtung. Wo du den ersten Stein hingelegt hast, ist Westen.

 

Sonnenaufgang
Auch ohne Stock kannst du dich grob nach der Sonne orientieren. Sie geht nämlich im Osten auf und im Westen unter.
Faustregel: Wenn du in die aufgehende Sonne schaust, ist Norden links; siehst du in die untergehende Sonne, ist Norden rechts.

 

Die Uhr als Kompaß
Oder nimm deine Uhr zur Hand. Halte den kleinen Zeiger auf die Sonne. Genau in der Mitte zwischen dem kleinen Zeiger und der Zwölf des Zifferblatts liegt Süden.

Die Natur weiß mehr als du...
...und verrät dir mit allerlei Hinweisen die Himmelsrichtungen: Bei uns weht fast immer Westwind, deshalb sind die Bäume fast immer nach Osten geneigt. Die Jahresringe von Bäumen liegen nach Süden hin am weitesten auseinander. Im Norden der Bäume ist der Pflanzenwuchs dichter und kräftiger, weil dort die meiste Zeit Schatten ist.