Todesursache Tierangriff

Tiere scheren sich absolut nicht darum, an wem sie gerade knabbern. Für sie ist der Großwildjäger genauso lecker wie der ambitionierte Tierschützer oder der mitfühlende Veganer. Jeden Menschen, der sich in ihrer Nähe bewegt, betrachten Raubtiere als ein potentielles Schnitzel auf zwei Beinen.
So kommen Sie davon: Rennen Sie niemals weg, wenn ein Raubtier (Wolf, Bär, Löwe) hinter Ihnen her ist. Denn auf rasante Verfolgungsjagden stehen die Viecher ja gerade. Klettern Sie lieber auf einen Baum oder gehen Sie langsam rückwärts weg. Ach ja, und nehmen Sie grundsätzlich nachts unter Alkoholeinfluß keine Abkürzung durch Gärten, Dschungel, Parks oder Tiergehege. So wie jener clevere Zeitgenosse, der auf seinem Weg nach Haus über einen vier Meter hohen Zaun kletterte - und erst am stechenden Geruch erkannte, daß er in den Tigerkäfig des städtischen Zoos geraten war. Wenige Sekunden später stand er den Raubkatzen Auge in Auge gegenüber. Die Tiger waren glücklicherweise alle satt, und der Mann überlebte.

Todesursache Gehirnblutung

Zur Hirnblutung kommt es etwa beim Einreißen von Blutgefäßen im Kopf oder bei Gefäßerkrankungen wie Arteriosklerose. Meistens ist ein Schlaganfall die Folge.
So kommen Sie davon: Probleme mit dem Blutdruck? Dann geben Sie wenigstens das Rauchen auf, ansonsten verdreifacht sich Ihr Hirnblutungsrisiko. Koks und Ecstasy knallen auch ziemlich in die Birne - rein blutdruckmäßig betrachtet. Sie boxen gern? Dann starten Sie im Papiergewicht. Ein Schädel-Hirn-Trauma vermeiden Sie am besten, indem Sie sich im richtigen Moment abducken.

Todesursache Autounfall

Autofahren ist bekanntlich die gefährlichste Variante, am Verkehr teilzunehmen. Die Killermaschine PKW lauert jedoch auch Fußgängern und Radfahrern auf.
So kommen Sie davon: Allein 1800 Todesopfer fordern die sogenannten Baum-Unfälle. Überproportional hoch sind die Unfallzahlen in den neuen Bundesländern, an Wochenenden und bei männlichen Fahrern zwischen 18 und 25. Meiden Sie künftig also die samstäglichen Beschleunigungsrennen mit den Kumpels auf brandenburgischen Alleen. Zusätzlich: Gurt anlegen (reduziert das Sterberisiko um 45 %), Airbags (bringen satte 56 %).

Todesursache Leberzirrhose

Sie wollen hundert Jahre alt werden? Na dann prost! Wir stoßen auf Ihre Gesundheit an - Sie sollten das Anstoßen allerdings lieber bleibenlassen.
So kommen Sie davon: Trockenbleiben ist leichter gesagt als getan. Versuchen Sie's erst einmal mit kontrolliertem Trinken. Auch das klappt nicht? Dann hilft nur noch Kaffee. Einer japanischen Studie zufolge senken zwei bis fünf Tassen am Tag den Gammaglutamyltransferase-Spiegel in der Leber, was einen schützenden Effekt auf die Leberzellen haben soll. Der Trick funktioniert aber nicht mit Kahlúa oder anderen Kaffeelikören.

Todesursache Ertrinken

Manches Mal im Leben steht einem das Wasser einfach bis zum Hals. Halb so schlimm - Hauptsache, der Scheitel bleibt dabei trocken.
So kommen Sie davon: So lange das Wasser warm ist, gibt es eigentlich keinen Grund zur Panik. Lassen Sie sich treiben, bis der nächste Dampfer vorbeikommt. Zwischen zwei Atemzügen darf sogar der Kopf eintauchen - das spart Kraft. Wenn die Brühe saukalt ist, halten Sie den Kopf draußen, damit er warm bleibt. Und blasen Sie das Schlauchboot auf.

Todesursache Verbrennen

Abends, in Ihrem Büro, sechster Stock, es riecht verbrannt aus dem Nebenraum. Sex auf dem Teppichboden? Die daraus resultierenden Verbrennungen sind schmerzhaft, im Allgemeinen jedoch nicht lebensbedrohlich. Vielleicht brennt der Teppichboden ja auch ohne Sex, statt dessen aber mitsamt dem Stockwerk darunter. Besser, Sie gehen mal nachsehen.
So kommen Sie davon: Bekämpfen Sie die Hitzehölle mit Paketklebeband. Während Sie darauf warten, daß Feuerwehrleute vor dem Fenster das Sprungtuch entfalten, versiegeln Sie alle Türritzen mit dem Band. Dann dringt weniger Rauch ein. Keine Rauchvergiftung zu bekommen ist schon mal die halbe Miete.

Todesursache Schußwunde

Ein Schuß durch die linke Brust ist halb so schlimm. Es entweicht nur die Luft aus dem linken Lungenflügel. Das Herz sitzt wesentlich weiter in der Mitte, als man es aus den meisten Westernfilmen kennt. So lange nicht beide Lungenflügel 'nen Platten haben, können Sie gelassen weiteratmen.
So kommen Sie davon: Egal, wo Querschläger, Steck- oder Durchschuß liegen: Pressen Sie einen Finger auf die Wunde, damit das Blut drin bleibt (ist zuverlässiger als die komplette Handfläche, weil man gezielter Druck ausüben kann). Abbinden funktioniert nur an Arm oder Bein und kann ziemlich weh tun - aber das ist Ihnen dann auch ziemlich egal.

Todesursache Herzerkrankungen

Die meisten Männer werden durch einen Defekt an der Pumpe niedergestreckt. Und das vor allem montags.
So kommen Sie davon: Daß die Zahl der Herzinfarkte am Montag etwa so hoch ist wie die an allen anderen Tagen zusammen, bedeutet nicht, daß Sie montags zu Hause bleiben sollten. Mediziner vermuten, daß nicht beruflicher Streß die Hauptursache ist, sondern Nachwirkungen der Saufgelage und sonstiger Exzesse an den Wochenenden. Also: weniger Alkohol, keine Zigaretten und mäßig essen.

Todesursache Unterkühlung

Ende Dezember, Windstärke 10, gefühlte Temperatur: minus 39 Grad Celsius. Sie sind mal wieder gedankenlos in Boxershorts zum Briefkasten gegangen und haben blöderweise Ihre Hausschlüssel in der Wohnung liegen lassen.
So kommen Sie davon: Isometrische Übungen sind in diesem Fall die ideale Lösung. Sie erzeugen nicht bloß Wärme durch Muskelspannung, sondern geizen gleichzeitig mit der Abgabe der erzeugten Wärme dank minimaler Bewegung. Ein Beispiel: Pressen Sie Ihre Handflächen aneinander. Drücken Sie dann die linke Hand nach unten, die rechte gleichzeitig nach oben. Zähneklappern hilft auch, sieht aber nicht so cool aus und ist auch nicht richtig isometrisch (besser: Zähneknirschen).

Todesursache Blitzschlag

Aus bisher ungeklärten Gründen sind es zu mehr als 80 Prozent Männer, die Blitzen zum Opfer fallen.
So kommen Sie davon: Klare Sache: Damit der Blitz nicht merkt, daß Sie Mister 100 Millionen Volt sind, tragen Sie bei Gewitterwarnung vorsichtshalber Minirock und Pumps. Im Ernst: Stellen Sie sich nicht wie ein Blitzableiter auf den nächsten Berggipfel, wenn das Gewitter naht. Den besten Schutz vor Blitzen bietet ein Auto. Die Metallkarosserie leitet elektrischen Strom um Sie herum ab. Aber auf keinen Fall Metallteile berühren!

Todesursache Prostatakrebs

Die Wahrscheinlichkeit, daß Ihre Prostata irgendwann einmal entartet, ist ziemlich groß. Es erwischt fast die Hälfte aller Männer über 50 Jahre. Allerdings: Lediglich drei Prozent sterben an Prostatakrebs.
So kommen Sie davon: Die sicherste Methode, nicht zu den drei Prozent zu gehören, ist der regelmäßige Besuch bei einem Urologen. Lassen Sie sich vom 45. Lebensjahr an einmal jährlich vom Vorsorgearzt checken.

Todesursache Hodenkrebs

Noch ein unerfreuliches Thema aus dem Bereich Unterleib. Zum Glück erwischt es ja nur wenige Männer (tun Ihnen die Hoden weh, ist es wahrscheinlich etwas anderes...).
So kommen Sie davon: Krebs in den Hoden läßt sich wesentlich leichter aufspüren als beispielsweise in der Prostata. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, gelegentlich nach dem Duschen Ihre Hoden vorsichtig abzutasten. Wenn einer größer geworden ist oder Sie sonst irgendwelche Auffälligkeiten bemerken, konsultieren Sie einen Arzt. Frühzeitig erkannt, läßt sich diese Erkrankung schnell stoppen.

Todesursache Goldfischschlucken

Eigentlich eine Spaß-Disziplin fürs Guinness-Buch der Rekorde. Je nach Größe des Fisches kann Goldfischschlucken allerdings ins Auge gehen - beziehungsweise in die Luftröhre. Hierzulande hat es noch niemanden erwischt, aber der 23jährige Michael Gentner aus Ohio erreichte damit den zweiten Platz beim internationalen Darwin Award. Diese Auszeichnung wird verliehen für die dümmste Art und Weise, sich selbst zu Tode zu bringen.
So kommen Sie davon: Wenn Sie nicht gerade auf der Jagd nach dem Darwin Award sind, sollten Sie nur solche Fische verschlingen, die weniger als fünf Zentimeter groß sind (Gentners Exemplar brachte es auf zwölf Zentimeter). Außerdem ist es ratsam, nur an Wettkämpfen teilzunehmen, bei denen ein Arzt oder Sanitäter vor Ort zur Verfügung steht. Darüber hinaus gilt ein absolutes Alkoholverbot.