Giftig, aufputschend, deprimierend – wie das, was wir essen, wirklich wirkt, zeigt diese Aufstellung. Schritt für Schritt wird erklärt, auf welche Weise sich unsere Nahrung wohin im Körper bewegt, womit sie interagiert und was sie dauerhaft in uns bewirkt.

Apfel

Der Biß in einen Apfel liefert vor allem Flüssigkeit, Vitamine und Fruchtzucker. Alle drei steigern die Leistungsfähigkeit. Das Wasser läuft durch den Magen und entgiftet anschließend den Körper, indem es schädliche Stoffe über die Nieren ausschwemmt. Der Zucker geht direkt ins Blut. Die Energiezufuhr geschieht allerdings eine Spur langsamer als bei normalem Zucker, weil der Körper länger braucht, um die Zuckermoleküle zu verwerten. Vom Zucker profitiert vor allem das Gehirn. Es nutzt mehr als 20 Prozent der Energie aus dem Zucker. Folge: Die Konzentrationsfähigkeit steigt innerhalb von Minuten sehr stark an – und fällt, weil der Fruchtzucker langsamer wirkt, nicht gleich wieder ab. Die Vitamine werden über mehrere Stunden gelöst und dann zu den Zellen transportiert, wo sie als Baumaterial verwendet werden und dem Körper langfristig von Nutzen sind.

 

Banane

Weniger als drei Minuten sind im Schnitt nötig, um eine Banane zu verzehren. Diesem geringen Aufwand steht ein enormer Nutzen gegenüber. Denn Bananen durchlaufen die Zersetzung in Speichel, Magen und Darm relativ schnell, geben ihre Energie aber trotzdem langsam und gleichmäßig ab. Dafür sorgt ein hoher Anteil an Ballaststoffen. Doch nicht nur deshalb ist die Frucht als Energiespender besonders für Sportler geeignet. Sie enthält auch eine große Menge Magnesium, das der Körper zum Aufbau der Zellen in Muskeln, Knochen und Nerven braucht. Es sorgt zudem dafür, daß sich die Zellen nicht verkrampfen und kann Streß und Migräne vorbeugen. Unterstützt wird die Wirkung des Magnesiums in unserem Körper von zwei weiteren Bananen-Inhaltsstoffen: von Kalium und Vitamin B6. Beide wirken beruhigend, sind daher nützlich in Streßsituationen.

 

Champignons

Ihre Inhaltsstoffe löst der Körper ab dem ersten Kontakt im Mund. Bis der Körper alle nützlichen Chemikalien aufgespalten und sortiert hat, vergehen allerdings Stunden. Denn Pilze sind für den Körper recht exotische Nahrungsmittel. Sie enthalten Stoffe, die sonst weder von Fleisch noch von pflanzlichen Nahrungsmitteln geliefert werden. Zahlreiche Kohlenhydrate aus Pilzen, die vom Speichel aufgespalten werden, liefern langfristiger Energie, als es die gängigen Zucker können. Das Besondere an Champignons ist aber vor allem das Enzym Tyrosinase. Tyrosinase wirkt blutdrucksenkend. Außerdem ist es ein Ausgangsstoff zur Bildung des Pigments Melanin, das in Haut, Haaren und Augen gebildet wird. Es schützt den Körper vor der gefährlichen UV-Strahlung. Besonders im Sommer sollte man daher Champignons essen.

 

Chips

Wenn sich der Chipsgeschmack gerade erst auf der Zunge ausbreitet, reagieren die Inhaltsstoffe schon mit dem Gehirn. Der Kontaktstoff, der mit unserem Zentralnervensystem kommuniziert, heißt Glutamat – einer der häufigsten Geschmacksverstärker. Glutamat oder genauer „Glutaminsäure“ ist eigentlich ein natürlicher Neurotransmitter im Gehirn. Führen wir durch unser Essen dem Gehirn große Mengen davon zu, manipuliert der Stoff die Befehle des Gehirns und sorgt dafür, daß der Körper immer mehr Chips verlangt – bis die Tüte leer ist. Gefährlich ist dabei nicht nur das extrem ungesunde Fett in den Chips, sondern Wissenschaftler diskutieren immer wieder die Möglichkeit, daß das Glutamat langfristig Krankheiten wie Asthma auslösen und verstärken könnte.

 

Gummibärchen

Bereits im Mund registriert das Gehirn die verschiedenen Geschmackssorten. Denn die Zunge meldet die Informationen über ihre Geschmacksknospen. Sie kündigen dem Gehirn ein Nahrungsmittel an, das aber nicht eintrifft., beispielsweise Orangen. Die Folge: Das Gehirn leitet Fehlinformationen an den Magen, und der bereitet wiederum die falschen Enzyme und Säuren vor – nämlich die, die etwa für Orangen geeignet sind, nicht aber für Gummibärchen. Der Zersetzungsprozeß wird gestört. Besonders kritisch sehen Experten die Zitronensäure. Sie wird auch in Abflußreinigern eingesetzt, weil sie hochaggressiv ist. Im Mund werden durch sie Enzyme gebildet, die die Zähne angreifen. Zudem fördert Zitronensäure nachweislich die Aufnahme von Schwermetallen. Diese können langfristig Organschäden verursachen.

 

Honig

Honig besteht zu 80 Prozent aus Zucker (Frucht- und Traubenzucker). Die restlichen 20 Prozent sind Wasser. Rührt man den Honig beispielsweise in Tee oder Milch ein, löst sich der Zucker bereits hier und geht anschließend deutlich schneller ins Blut – innerhalb von wenigen Minuten. Doch das ist nicht alles: Enzyme, die die Bienen bei der Herstellung des Honigs benutzen, bleiben zwischen den Zuckermolekülen als Reststoffe zurück. Und ihnen bescheinigen Wissenschaftler jetzt eine erstaunliche Wirkung: Sie töten Bakterien. Rund 60 Erreger-Arten greift der Honig an. Nimmt man regelmäßig eine Portion der Süßigkeit ein, erleichtert man dem Immunsystem die Arbeit erheblich, denn viele Bakterien gelangen dann gar nicht erst in den Blutkreislauf und in die Körperzellen.

 

Kaffee

Nach dem ersten Schluck dauert es nur wenige Minuten, bis das Koffein über das Blut zum Gehirn gelangt. Dort überwindet es die Blut-Hirn-Schranke und greift in die Verarbeitungsprozesse des Gehirns ein. Damit dieses sich nicht überanstrengt, sorgt normalerweise ein Stoff namens Adenosin dafür, daß die Abläufe etwas verlangsamt werden. An den Rezeptoren für Adenosin dockt nun das Koffein an, so daß der beruhigende Botenstoff nicht mehr wirken kann, weil seine Kommunikationskanäle an der Stelle blockiert sind. Folge: Das Gehirn beschleunigt, Adrenalin wird ausgeschüttet. Zu viel Kaffee (mehr als eine Tasse innerhalb von drei Stunden) bewirkt, daß der Adrenalin-Speicher weitgehend geleert wird. Dann setzen nach etwa 90 Minuten Müdigkeit und Konzentrationsschwäche ein.

 

Käse

Die erste Zersetzungsstation für Käse ist der Magen. Hier zerlegen Säuren und Enzyme die Eiweiße. Das Fett gelangt unbeschadet durch den Magen, erreicht den Dünndarm und wird aufgespalten. Von dort gelangt es ins Blut. Obwohl Käse einen hohen Fettgehalt hat, wird relativ wenig Käse-Fett in den Zellen eingelagert und viel davon gleich als Energie den Organen bereitgestellt. Das liegt daran, daß Käse arm an dem schnelleren Energielieferanten Stärke ist. Diese würde sonst zuerst verbraucht und das Fett in die Depots transportiert. Über das Blut gelangt der Stoff Histamin ins Gehirn. Dieser Neurotransmitter ist besonders in Rohmilchkäse in hohen Dosen enthalten. Mehr als zehn Milligramm können Atembeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Durchfall verursachen. Ab hundert Milligramm treten deutliche Vergiftungserscheinungen auf.

 

Kaugummi

Auch wenn wir ihn nur kauen und nicht schlucken nehmen wir doch einige Inhaltsstoffe über den Speichel auf. Darin sind häufig die Farbstoffe Chinolingelb (E104) und Brillantblau FCF (E133) enthalten. Sie gelangen über das Blut ins Gehirn und können dort Gehirnzellen in einem Maße angreifen, das bei Kindern beleibende Schäden hinterläßt. Sie bleiben in ihren Leistungen zurück. Und ein weiterer Stoff ist gefährlich: Butylhydroxytoluol (E321) stabilisiert die Gummibasis in Kaugummis. Es kann krebsfördernd wirken und beeinflußt die Konsistenz des Blutes – es gerinnt nicht mehr richtig. Doch auch Sorten, in denen diese Stoffe nicht vorkommen, schaden dem Körper. Denn sie führen ihn in die Irre. Geschmack und Kauvorgang kündigen Lebensmittel an, die nicht eintreffen. Die Kalkulation des Körpers geht nicht auf, die Folge ist Hunger.

 

Lakritze

Nicht nur der Geschmack zeigt bereits im Mund eine starke Wirkung. Er wird von dem Salzgemisch Glycyrrhin aus der Glycyrrhinsäure verursacht. Denn diese Säure wirkt auf Kleinstlebewesen wie ein starkes Gift. Bereits im Mund und anschließend im Magen und Darm werden Bakterien und Pilze, die mit der gelösten Lakritze in Kontakt kommen, in großem Umfang zerstört. Die Folge: Die Süßigkeit wirkt schleimlösend und hilft deshalb gegen Husten und Schnupfen. Überdosierung gibt es nicht, außer es handelt sich um Salmiak-Lakritze. Salmiak greift in die Molekülstruktur des Körpergewebes ein und kann Knochenschäden und Veränderungen des Blutbildes verursachen. Enthält Lakritze Salmiak, ist sie deshalb als „Erwachsenenlakritz“ ausgewiesen und sollte nur in kleinen Mengen verzehrt werden.

 

Laugenbrezel

Sekunden nach dem ersten Biß verarbeitet der Körper bereits die Inhaltsstoffe der Brezel. Sie besteht zu 90 Prozent aus weißem Mehl, sprich: aus Stärke. Die Stärke-Molekülketten werden nicht erst im Verdauungstrakt, sondern bereits im Mund vom Speichel in die kürzerkettigen Zuckermoleküle aufgespalten. Der Energiespiegel steigt innerhalb von Minuten. Konzentration und Kondition verbessern sich um bis zu 45 Prozent. Weißes Mehl treibt den Blutzuckerspiegel schnell in die Höhe. Aufgrund des rapiden Anstiegs steigt auch das Tempo der Energieverwertung – der Zuckerabbau. Die Konsequenz: Innerhalb einer halben Stunde fällt der Blutzuckerspiegel rapide ab. Müdigkeit ist die Folge. Laugenbrezeln sind als Energiespender für größere Zeiträume daher äußerst ungeeignet.

 

Mandeln

Zerkaut in kleine Teilchen wirken die winzigen Energiepakete im Magen wie Superpillen. Denn dort werden sie von Säuren und Enzymen in einem ersten Schritt zersetzt. Ihre Schale ist voll von Antioxidantien, also Stoffen, die die Reaktion mit Sauerstoff unterbinden. Setzt die Verdauung sie frei, sorgen diese Stoffe im Blut dafür, daß das dort vorhandene Cholesterin nicht mit dem Sauerstoff, der im Blut transportiert wird, reagieren kann. Denn das hätte zur Folge, daß sich das Cholesterin ablagert und die Arterien verstopft. Unterstützt wird die Wirkung der Mandelschale durch das Vitamin E im Kern, das ebenfalls eine antioxidative Funktion hat. Doch die Nüsse sind nicht nur gesund, sie geben aufgrund ihres hohen Fettgehalts auch viel Energie – ihr Kaloriengehalt entspricht etwa 570 kcal pro 100 g – dem von Milchschokolade.

 

Mortadella

Das zentrale Reaktionszentrum für Mortadella ist der Darm. Weil dieser Aufschnitt zu einem großen Teil aus Fett besteht, werden im Magen nur Proteine abgebaut. Anders als bei einem frischen Steak gelangen aber nicht nur Fett und Eiweiß in den Körper. Damit sich nicht sofort Schimmelpilze und Hefen in der Wurst einnisten, muß sie mit Konservierungsmitteln geschützt werden. Bei Mortadella nutzen die Hersteller dafür häufig Benzoesäure (E210). Das Problem dabei: Benzoesäure reagiert mit Ascorbinsäure, also mit Vitamin C. Kommen diese beiden Stoffe zusammen, bilden sie Benzol – einen krebserregenden Stoff. Ißt man täglich ein Mortadella-Brötchen zu einem Glas Orangensaft, steigt die Krebsgefahr langfristig an. Zudem ist dieser Aufschnitt äußerst fetthaltig, so daß er auch aus diesem Grund nicht täglich verzehrt werden sollte.

 

Olivenöl

Olivenöl passiert unbeschadet die Enzyme in Speichel und Magen. Erst im Darm werden die ungesättigten Fettsäuren gespalten. Schon wenige Tropfen Olivenöl auf dem Salat steigern die Leistungsfähigkeit des Körpers für mehrere Tage. Erstens sorgt das Öl dafür, daß die Vitamine, die sonst unverdaut den Körper wieder verlassen würden, aufgespalten und zu Material für neue Körperzellen werden. Zweitens wirken die ungesättigten Fettsäuren aus dem Öl im Gehirn. Denn dessen Zellen bestehen zu 60 Prozent aus Fett. Um sie zu reparieren und flexibel zu halten, benötigen wir ungesättigte Fettsäuren, wie sie im Olivenöl vorkommen. Die guten Eigenschaften des Öls kann man jedoch auch zerstören, wenn man es zu stark erhitzt. Bei über 70 °C in der Pfanne entstehen schädliche Transfettsäuren.

 

Pommes frites

Gleich im Mund löst der Speichel die Stärke aus der Kartoffel und baut sie zu Zucker ab. Fett und Ballaststoffe durchqueren den Magen und werden im Darm verarbeitet. Die Ballaststoffe kann der Körper nicht aufspalten. Sie lagern sich an den Darmwänden ab, so daß krebserregende Substanzen nicht vom Darm in die Körperzellen gelangen können. Gefährlich ist das Fett. Denn die Hersteller verwenden sogenannte Transfette, das sind künstlich gehärtete Fette. In Dänemark sind sie verboten. Grund: Sie lassen den „schlechten“ LDL-Cholesterinspiegel steigen und senken gleichzeitig den „guten“ HDL-Cholesterinspiegel. Letzteres sorgt dafür, daß die Ablagerungen in den Adern wieder abtransportiert werden. Eine tägliche Portion Pommes frites läßt die Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen um etwa 20 Prozent steigen.

 

Reis

Innerhalb einer Stunde, nachdem das letzte Körnchen Reis eines Gerichtes gekaut und geschluckt ist, ändert sich das Wohlbefinden – die Stimmung steigt. Wer Reis ißt, sorgt nämlich nicht nur für seinen Körper, sondern auch für seine Psyche. Reis enthält fast alle B-Vitamine, und diese wirken beruhigend. Thiamin (Vitamin B1) organisiert den Stoffwechsel im Gehirn. Wird das Vitamin 14 Tage lang nicht aufgenommen, ist das Gehirn bereits zu 50 Prozent unterversorgt. Die Folgen sind Gereutheit und Depressionen. Außerdem beugt Reis durch den Inhaltsstoff Riboflavin (Vitamin B2) Migräne vor. Dazu sorgt Niacin (Vitamin B3) dafür, daß das Immunsystem nicht überreagiert und verhindert auf diese Weise Allergien. In geschältem Reis sind diese Wirkungen rund zehnmal schwächer als in Vollkornreis.

 

Salat

Zwischen einem kleinen Glas Wasser und einer Portion Kopfsalat besteht kaum ein Unterschied – denn der Salat besteht zu 95 Prozent aus Wasser. In den übrigen fünf Prozent verbergen sich 15 verschiedene Mineralstoffe, 12 Vitamine, 11 Aminosäuren, dazu 4 verschiedene Kohlenhydrate und mehrere Säuren. Kurzfristig bringt Salat dem Körper kaum Energie (100 Gramm haben 11 kcal). Die genannten Stoffe liefern allerdings langfristig das Material für den Körperaufbau und die Erneuerung der Zellen. Um dem Körper genug Vitamine und Mineralstoffe zur Verfügung zu stellen, sollte sehr regelmäßig Salat gegessen werden – ansonsten sind die Mengen zu klein. Besteht die Portion nicht nur aus Salatblättern, sondern werden ihr Tomaten und Möhren zugefügt, steigt der Mineralstoffanteil um etwa ein Drittel.

 

Steak

Die zähe Masse aus Eiweiß- und Fettzellen muß erst in den Magen gelangen, damit der Körper mit der Aufspaltung der einzelnen Stoffe beginnen kann. Salzsäure und das Enzym Pepsin zerlegen die Eiweiße im Magen in die einzelnen Aminosäuren. Sie dienen dem Körper als Bausteine von eigenen Eiweißen. Die Molekülketten des Fetts werden von Enzymen im Dünndarm zerlegt. Etwa 20 Minuten nach dem Schlucken gelangt es ins Blut. Kann das Fett nicht sofort in den Organen verwertet werden, wird es in die Fettzellen transportiert und dort als Reserve eingelagert. Bei einem 200-Gramm-Steak gilt das für mindestens 30 Prozent. Fett liefert nicht nur Energie, es sendet auch Informationen – über das Protein Leptin. Das gelangt über das Blut ins Gehirn und löst nach gut 20 Minuten das Sättigungsgefühl aus.

 

Wein

Schon nach den ersten Schlucken Wein gelangt Alkohol in die Blutbahn und damit in alle Organe. Er verlangsamt die Reizweiterleitung durch die Nerven; das ist beispielsweise erkennbar am Tunnelblick und dem abnehmenden Schmerzempfinden. Zehn Prozent des Alkohols scheidet der Körper über Lunge, Nieren und Haut aus, den Hauptanteil allerdings über die Leber. Den Abbau nimmt unter anderem ein Enzym namens Alkoholdehydrogenase vor, das für den Körper giftig ist. Trinkt man täglich Alkohol oder jedes Wochenende größere Mengen, produziert der Körper besonders viel Alkoholdehydrogenase. In diesem Fall wirkt es nicht allein in der Leber, sondern richtet im ganzen Körper Schaden an. Denn das Enzym wirkt nicht nur gegen Alkohol, es hemmt auch andere nützliche Enzyme im Körper.

 

Zwiebeln

Der Stoff, der beim Schneiden die Tränen in die Augen treibt, ist genau derjenige, der uns vor gefährlichen Krankheiten schützt – das sogenannte Alliin. Etwa 25 Minuten nach Eintreffen der ersten Zwiebel im Magen gelangt es ins Blut. Dort sorgt es – ähnlich wie Aspirintabletten – dafür, daß die Blutplättchen nicht zusammenklumpen. Langfristig beugt diese Wirkung Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Doch Zwiebeln wirken auch auf schnelle Weise. Ihr Stoff Quercetin hat zwei wichtige Eigenschaften: Weil er antioxidativ wirkt, also die Reaktion mit dem Sauerstoff im Blut unterbindet, hindert er krebserregende Stoffe daran, mit dem Körper zu interagieren. Außerdem ist er für viele Bakterien und Pilze giftig. Indem er sie bekämpft, wirkt er geben Entzündungen. Deshalb sind Zwiebeln gegen Halsschmerzen ein wirksames Mittel.