Oregano

Origanum vulgare

Oregano, wilder Majoran, wird auch Gemeiner Dost, Echter Dost und Dorant genannt. Sein poetischer Name „Oregano“ d.h. „Freude der Berge“, ist auf den Duft zurückzuführen.

Er ist in den Berggegenden Kretas heimisch und wächst dort wild. Es gibt 36 Arten mehrjähriger Pflanzen und Sträucher. Man findet ihn aber in ganz Europa, vor allem in Mittelmeerländern, Asien, Nordafrika und Amerika.

Der einjährige Oregano gehört zu den Lippenblütlern wird bis zu 50 Zentimeter groß. Die Stengel stehen aufrecht und sind purpurbraun. Die oft rötlich gefärbten Blätter sind breit und oval. Oregano blüht im Sommer, ab Juli, rosarot in rispenartig verzweigten Büscheln.

Die gesamte Pflanze enthält Gerb- und Bitterstoffe, ätherische Öle, Mineralstoffe, Spurenelemente sowie Vitamine, vor allem Vitamin C und heilkräftige Substanzen, die für die Medizin von Bedeutung sind.

Oregano gedeiht auf trockenen, neutralen bis alkalischen Böden, an sonnigen Hängen, auf Kiesel- und Kalkerden und auf Magerwiesen. Im Kräuterbeet wächst er neben Bohnenkraut, Thymian und Melisse. Er verträgt keine frische Düngung, keine winterliche Feuchtigkeit und nur wenig Luftbewegung. Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat oder Teilung im Frühjahr und Herbst oder durch Stecklinge nichtblühender Triebe im Frühsommer. Die Ernte der Blätter ist während der Wachstumsperiode am ergiebigsten. Das Kraut wird frisch verwendet oder an einem schattigen Platz getrocknet. Da junge Blätter jederzeit geerntet und auch eingefroren werden können, ist Oregano im Haushalt immer griffbereit.

Oregano würzt die italienische Pizza, Nudelgerichte, Fleischeintöpfe, Fleischteige, Aufläufe oder herzhafte Backwaren. Es paßt zu Tomaten, Bohnen, Auberginen, Zucchini, Fisch, Füllungen und Käse.

In der Medizin wird Oregano wegen seiner antiseptischen, krampflösenden und schweißtreibenden Wirkung eingesetzt. Es fördert die Verdauung, die Heilung bei Gebärmuttererkrankungen und ist schleimlösend. Blätter und blühende Spitzen ergeben einen heilkräftigen Tee. Innerlich angewendet hilft er bei Erkältungen, Grippe, Fieber, Blähungen, Magenverstimmungen und schmerzhaften Menstruationen. Äußerlich bei Bronchitis, Asthma, Arthritis und Muskelschmerzen (Schwangere sollten diesen Tee nicht trinken). Aus den frischen Blättern werden Öle destilliert und aus den getrockneten werden Aufgüsse gefertigt. Oregano-Öl spielt in der Aromatherapie eine ähnliche Rolle wie Tee. Das Öl wird zur Herstellung von Toilettenartikeln und Herrenparfüms verwendet.