Koriander

Coriandrum sativum

Koriander, auch Wanzenkraut genannt, wurde schon im 16. Jahrhundert B.C. in einem ägyptischen Papyrustext erwähnt. Die auch von Plinius verwendete Bezeichnung ist von dem griechischen Wort „poris“ abgeleitet, was soviel wie „Wanze“ bedeutet.

Koriander ist als Küchenkraut über die ganze Welt verbreitet. Man findet ihn in Asien, Mittel- und Südamerika und Europa.

Der Koriander wird bis zu 60 Zentimeter hoch. Die dünne, gebogene Wurzel ähnelt einer Karotte. Der Stengel ist stielrund und widerstandsfähig. Die Blätter sind eingeschnitten-gesägt oder zwei- bis dreispaltig und laufen in spitzen Abschnitten aus. Der Blütenstand ist verzweigt und endet in mehreren Doppeldolden. Die weißen oder rosafarbigen Einzelblüten blühen ab Juni. Die Früchte haben eine blaßbraune Farbe. Die Hauptwirkstoffe sind die ätherischen Öle.

Koriander wächst auf gut entwässerten Böden in sonniger Lage. Er bevorzugt ein kühles, feuchtes Frühjahr und einen heißen, trockenen Sommer. Im Halbschatten entwickeln sich die Blätter besonders gut. Er hält Blattläuse und Karottenfliegen von Nachbarpflanzen fern. Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat, etwa ab März, wenn der Boden frostfrei geworden ist. Geerntet werden die jungen, frischen Blätter und die reifen Samen.

Man findet Koriander auf den Märkten in Japan über China bis Bombay und Beirut, man liebt es nicht nur in Mittel- und Südamerika, sondern ebenfalls im asiatischen Raum, und auch in der europäischen Küche sollte Koriander nicht fehlen, obwohl es hier etwas aus der Mode gekommen ist. Koriandersamen ist ein klassisches Gewürz für Lebkuchen und Spekulatius, Vollkornbrötchen und -brote. Er ist ein Bestandteil von Gewürzmischungen für Würste und Pasteten und eine wichtige Beigabe zur Abrundung des Currys. Das Öl verstärkt das Aroma, die frischen Blätter werden als Gewürz in der Vollwertküche, in Gemüsesalaten und zum Garnieren verwendet. Korianderöl verstärkt das Aroma in Gin und anderen alkoholischen Getränken und Drinks.

Medizinisch angewendet helfen die heilkräftigen Öle bei Verdauungsproblemen und Bauchschmerzen. Koriander wird pulverisiert, als Flüssigextrakt oder destilliertes Öl eingesetzt. Äußerlich angewendet hilft Koriander bei Gelenkschmerzen und Hämorrhoiden. In der Kosmetikindustrie wird das Öl zur Herstellung von Parfüm benutzt.