Hackfleisch

Ob gekocht, gebraten, überbacken, gegrillt oder als Füllung – Hackfleisch ist ein wahres Multitalent. Es gart sehr schnell und läßt sich im Handumdrehen in eine Vielzahl von köstlichen Gerichten verwandeln. Rind, Schwein oder Lamm – bei Hackfleisch können Sie je nach Fleischart wählen oder Rind und Schwein kombinieren, indem Sie z.B. „halb und halb“ verlangen. Früher hackte man das Fleisch klein, daher kommt der Name „Hackfleisch“. Heutzutage zerkleinert man es mit modernen Maschinen. Hackfleisch ist das Richtige für leckere Gerichte, die sich schnell und einfach zubereiten lassen. Ob Frikadellen, Hackbraten, gefülltes Gemüse oder Aufläufe – bei Hackfleisch ist für jeden was dabei!





Schabefleisch (Tatar, Beefsteakhack)

Das Schabefleisch wird aus sehnen- und fettgewebsarmem Muskelfleisch vom Rind hergestellt. Es enthält maximal 6–7 % Fett und ist damit das magerste Hackfleisch – ideal für alle, die auf die schlanke Linie achten. Rohes Tatar, mit Eigelb, Zwiebeln und Gewürzen angemacht, ist eine äußerst delikate Spezialität. Besonders köstlich schmeckt es mit frischem Brot und einem kühlen Bier.





Rinderhack

Rinderhackfleisch gewinnt man aus grob entsehntem Rindfleisch. Es enthält maximal 20 % Fett und ist damit eine „schlanke“ Hackfleischsorte. Die Zubereitungsmöglichkeiten sind schier unendlich: von der einfachen und überall beliebten Frikadelle über zahlreiche Nudelgerichte bis hin zum leckeren Hackbraten. Eine ganz besonders köstliche Kombination ist Hackbraten gefüllt mit Pfirsichen oder anderen Früchten.





Schweinehack

Schweinehackfleisch wird aus grob entfettetem, zerkleinertem Schweinefleisch hergestellt. Es hat einen Fettgehalt von maximal 35 %. Vom Fleischer zubereitetes Schweinehack, mit Gewürzen und Zwiebeln angemacht, nennt man auch Mett. Auf frischem Bauernbrot ist es ein herzhafter und beliebter Imbiß. Schweinehackfleisch wird außerdem gern für delikate Füllungen, z.B. für gefüllte Paprikaschoten, Königsberger Klopse oder Schweinefleischpasteten verwendet.





Gemischtes Hackfleisch

Gemischtes Hackfleisch, auch „halb und halb“ genannt, besteht je zur Hälfte aus Rinder- und aus Schweinehackfleisch. Sein Fettgehalt liegt bei 25–30 %. Verwendung findet gemischtes Hackfleisch unter anderem bei der Zubereitung von Hackbällchen, Aufläufen oder Maultaschen. Ganz egal, worauf Sie Appetit haben: Wie bei allen Hackfleischsorten sind auch hier die Zubereitungsmöglichkeiten nahezu unbegrenzt.





Lammhack

Lammhackfleisch ist eine gute Alternative zu Rind- und Schweinehackfleisch. Mit einem Fettgehalt von ca. 20–25 % liegt es im mittleren Bereich. Als eine äußerst schmackhafte Delikatesse ist Lammhackfleisch für verwöhnte Gaumen geeignet. Besonders bei orientalischen Gerichten harmoniert Lammhackfleisch ausgezeichnet mit Gewürzen und Kräutern wie Ingwer, Minze oder Koriander. Auch eine Lammhackfleisch-Pastete oder würzige Lammhackbällchen garantieren Genuß der Extraklasse.





Gut zu wissen

Herstellung und Verkauf unterliegen strengsten gesetzlichen Bestimmungen. Die deutsche Hackfleisch-Verordnung schreibt höchste Sorgfalt vor. Zur Herstellung von Hackfleisch darf ausschließlich sehnenarmes oder grob entsehntes Muskelfleisch ohne jeden Zusatz verwendet werden. Durch die Zerkleinerung des Fleisches ist Hackfleisch sehr empfindlich und nicht lange haltbar. Es darf nur am Tag der Herstellung verkauft werden und muß unter 4 °C gelagert sein.





Tip:

Zu Hause sollten Sie mit Hackfleisch ebenfalls sehr sorgfältig umgehen. Bewahren Sie es immer im Kühlschrank auf und verzehren Sie es noch am gleichen Tag – für unbeschwerten und schmackhaften Genuß.





Übrigens:

Gut durchgebraten hält sich Hackfleisch 1–2 Tage im Kühlschrank.





Hackfleisch - mehr als nur Genuß

Hackfleisch kann man schnell auf unzählige verschiedene Arten zubereiten. Das macht es so beliebt bei Groß und Klein. Hackfleisch leistet aber auch einen Beitrag zu einer gesunden und vielseitigen Ernährung. Hackfleisch, ob vom Schwein, Rind, Lamm oder auch „halb und halb“, ist ein idealer Eiweißlieferant. In 100 g Tatar stecken z.B. rund 22 g Eiweiß! Eiweiß aus tierischen Lebensmitteln ist im Rahmen einer gesunden Kost besonders wertvoll: Im Gegensatz zu pflanzlichem Eiweiß ist es in seiner Zusammensetzung dem menschlichen Körpereiweiß ähnlicher. Es enthält ein ausgewogenes Muster an lebensnotwendigen, sogenannten unentbehrlichen Aminosäuren. Besonders günstig ist die Kombination von tierischen und pflanzlichen Eiweißquellen.





Ein Plus in jeder Hinsicht

Darüber hinaus versorgt Hackfleisch den Körper mit wertvollen Vitaminen der B-Gruppe (Vitamin B1, B2, B6, B12 und Niacin). Übrigens: Vitamin B12 ist fast ausschließlich in tierischen Lebensmitteln enthalten. Spitzenreiter ist dabei Hackfleisch vom Rind oder Lamm. Vitamin B12 ist wichtig für die Blutbildung. Schweinehack versorgt uns dagegen reichlich mit Vitamin B1 (Thiamin). Dieses Vitamin übernimmt Aufgaben im Energiestoffwechsel und ist wichtig für die Nerven- und Muskelfunktion. Erwähnenswert sind auch die Vitamine B6 und Niacin. Sie sind zwar in vielen Lebensmitteln enthalten, allerdings ist die Bioverfügbarkeit aus tierischen Lebensmitteln besonders gut. Vitamin B6 ist insbesondere an den Stoffwechselprozessen der Eiweißbausteine beteiligt. Niacin benötigt der Körper für den Stoffwechsel der Hauptnährstoffe Eiweiß, Fette und Kohlehydrate.





Mineralstoffe für den Körper

Hackfleisch aus Schweine-, Rind- oder Lammfleisch ist zudem eine wesentliche Quelle für Eisen. Dieses Spurenelement aus Fleisch wird vom Organismus sehr viel leichter aufgenommen als Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln. Tip: Durch den gleichzeitigen Verzehr von Fleisch und pflanzlichen Lebensmitteln kann die Verfügbarkeit des Eisens aus pflanzlichen Produkten verbessert werden. Empfehlenswert ist daher beispielsweise ein Hackfleisch-Gemüse-Auflauf.





Fazit

Die Zubereitungsmöglichkeiten von Hackfleisch scheinen nahezu unendlich – das macht es so beliebt. Darüber hinaus versorgt es den Körper mit wichtigen Nährstoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen.