Brandy

Streng genommen kann aus jeder Frucht durch Fermentation und Destillation ein Branntwein gewonnen werden.

Heute werden jedoch die meisten als Brandy bezeichneten Spirituosen aus Traubenwein destilliert. Weitere Sorten können aus verschiedenen Maischen hergestellt werden, z.B. Aprikosen, Apfel, Kirschen oder Pflaumen.

Nicht die Farbe, sondern das Aroma ist ein sicheres Qualitätsmerkmal eines Brandys. Für eine Qualitätsprüfung ein leergetrunkenes Glas mit einem trockenen Tuch auswischen. Ein Vanillegeruch am Tuch weist auf einen jungen, ungereiften Brandy hin, während ein gut gereifter Tropfen an seinem Holzduft zu erkennen ist. Gleichzeitig kann man beobachten, ob die Flüssigkeit nach dem Absetzen des Glases am Rand haften bleibt oder sofort herunterläuft. Letzteres kann auf den Zusatz von Süß- oder Aromastoffen und damit auf eine schlechtere Qualität hinweisen. Ein zuverlässiges Qualitätszeichen ist der Preis. Teurere Brandys sind in der Regel im Holzfaß gereift, älter und besser.

Man sollte Brandy in einem mäßig großen Glas servieren, das bequem gehalten werden kann. Beim langsamen Schwenken des Glases erhält der Brandy durch die Handwärme die richtige Temperatur. Das Getränk wird in der Regel in einem Cognacschwenker serviert, die Franzosen bevorzugen jedoch ein tulpenförmiges Kelchglas, da darin das Bouquet besser zur Geltung kommt. Dringend abzuraten ist von der Verwendung übermäßig großer Schwenker und dem Erhitzen von Brandy über offener Flamme.