Borretsch

Borago officinalis

Da Borretsch von Feinschmeckern zum Anmachen von Gurkensalat sehr geschätzt wird, gab man ihm auch den Namen Gurkenkraut sowie Gurkenkönig. Angeblich stammt Borretsch aus dem Mittleren Osten, ist aber heute in ganz Südeuropa und in den wärmeren Regionen Nordamerikas eine verbreitete Wildpflanze. Borretsch ist eine einjährige Kulturpflanze aus dem östlichen Mittelmeerraum. Ihre Heilkraft wird schon in der Antike gerühmt. Man findet ihn in Südeuropa und wärmeren Gegenden Nordamerikas.

Der winterharte Borretsch hat rauhe, oval gestielte, herzförmige Blätter, die an einem bis 60 Zentimeter hohen Stengel sitzen. Die leuchtend blauen Blüten des Dauerblühers tragen schwarzblaue Staubgefäße. Borretsch blüht von Mai bis Oktober. Die winterharten Gewächse mit ihren großen, rauhen, saftigen Blättern und ihren runzligen Nußfrüchten riechen und schmecken intensiv nach Gurken.

Wegen seiner klaren, blauen, sternförmigen fünfblättrigen Blüten ist Borretsch auch als dekorative Gartenpflanze beliebt.

Borretsch gedeiht auf gut drainierten, leicht kalkhaltigen Böden an warmen, sonnigen Standorten. Man säht ihn im Frühjahr in gut gelockerte Gartenerde. Verwendet werden die jungen Blätter und die Blüten.

Borretsch wirkt schweißtreibend bei Erkältung und Grippe, bei Fieber, Mund- und Halsentzündung. Äußerlich hilft er als Augenbad, als Breiumschlag und zum Gurgeln. Innerlich hilft Borretsch bei Fieber, Entzündungen, trockener Haut sowie chronischer Nierenentzündung.

In der Küche findet Borretsch vielseitige Verwendung. Die nach frischen Gurken schmeckenden Blätter werden feingeschnitten in Salaten, Quark- oder Joghurtzubereitungen und Getränken verwendet. Blüten dienen zur Verzierung von Salaten und Bowlen. Sie können zu Sirup gekocht oder kandiert werden. Ganze Blätter werden in süßem Eierteig gebraten und gelten als Delikatesse. Nicht zuletzt wird der Kräutertee aus den frischen oder getrockneten Blüten oder Blättern des Borretschs empfohlen.